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Eine uralte Königsliste ?
S. 33:
Unmöglich ist also eine über mehrere hundert Jahre schriftlich
fortgeführte Königsliste selbst in so früher Zeit keineswegs.
Und es lässt sich vorstellen, dass sie bis in die Zeiten König
Chlodwigs in der Familie des jeweiligen Herrschers sorgfältig gehütet
wurde.
Die Existenz einer solchen Liste wenn auch nicht ihr genauer Inhalt
lässt sich sogar historisch
n a c h w e i s e n. Als Chlodwig die christliche Taufe empfangen hatte,
erhielt er ein Glückwunschschreiben des Metropoliten (Bischofs) von
Vienne, Avitus, Darin erwähnt er ein Stemma priscae originis
der königlichen Familie (zitiert bei E. Ewig, Trojamythos, S. 25,
Anm. 103), eine Ahnentafel der uralten Herkunft. Auch wenn
der Bischof Avitus wohl kaum den genauen Inhalt dieser Ahnentafel gekannt
haben dürfte, so wurde die Existenz einer solchen Liste offenbar
bis dahin durchaus nicht geheim gehalten. Gerade das von Avitus verwendete,
aus dem Griechischen übernommene Wort Stemma zeigt, dass
es sich hier
n i c h t um ein ausführliches Buch gehandelt haben kann, sondern
um eine Art genealogischer Liste, denn genau diese Bedeutung hatte im
Lateinischen das Fremdwort.
Was geschah mit dieser Ahnentafel im weiteren Verlauf der Geschichte
?
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