Thesen zu den Vorfahren der Merowinger
- Die ältesten Vorfahren der Merowinger waren keine Germanen, sondern
Sarmaten (Wanderhirten aus Innerasien, aber europider/nordiranischer Herkunft).
- In der fränkischen Wandersage steckt in Kurzform ein
Bericht über das langsame Vorrücken der Sarmaten von Ost nach
West nördlich des Schwarzen Meeres in mehreren Jahrhunderten vor und
nach Christi Geburt.
- Die Troja-Legende, die angebliche Abstammung der Franken
von Flüchtlingen aus Troja, war erst der Endpunkt einer bewussten Verschleierung
.
- Die Familie der Merowinger besaß eine schriftliche Ahnentafel über
ihre Vorfahren aus der königlichen Familie der Sarmaten; sie benannte
um die 40 Generationen in fast 1000 Jahren, beginnend im 5. Jahrhundert
v. Chr. Die Ahnentafel wurde unter den frühen merowingischen Königen
zensiert und unter Verschluss genommen, muss aber (als Abschrift auf Pergament
?) noch im Hochmittelalter vorhanden gewesen sein.
- Ein kleiner Teil der Sarmaten wurde etwa um 300 n. Chr. als Panzerreiter
zu einer römischen Föderatentruppe, mit Frauen, Kindern und Gesinde
in der Festung Sicambria beim heutigen Budapest am Donau-Limes
angesiedelt.
- Während ihrer Stationierung in Sicambria bekämpfte die Truppe
im Auftrag des Kaisers Valentinian I. um 366 eine Schar räuberischer
Alanen und erhielt als Belohnung zehn Jahre Steuerfreiheit.
- Nach Ablauf dieser Steuerfreiheit erschlugen die Sicambrier
einen römischen Steuereinnehmer mit Leibwache, mussten dann aber vor
einem Vergeltungsangriff römischer Truppen mit Familien und Herden
flüchten (vielleicht nur 2000 Menschen, darunter 500 Krieger).
- Die Flucht (um 378) führte die Sicambrier nach Thüringen; dort
siedelten sie sich für eine relativ kurze Zeit an.
- Die archäologischen Funde südosteuropäischer Reiterkrieger
aus der Völkerwanderungszeit in Thüringen stammen von diesen Sarmaten,
nicht von Hunnen.
- Nach Streit mit den germanischen Thüringern mussten die Sicambrier
aus der Mitte Germaniens flüchten; von römischen Beauftragten
wurden sie erneut zum Militärdienst geworben.
- Um das Jahr 407/408 bemannten die Panzerreiter aus Sicambria in römischem
Auftrag das Castrum Vetera (II) an der Mündung der Lippe in den Rhein
beim heutigen Xanten, blieben dort aber nur wenige Jahre.
- Während des Aufenthaltes am Rhein heiratete ein Sohn aus der sicambrischen
Fürstenfamilie eine Tochter aus der heiligen Königsfamilie
der Nachkommen der einst von den Römern aus dem Sauerland an den linken
Niederrhein umgesiedelten Sigambrer. Die jetzt als Cugerner bezeichneten
Germanen lebten in der Nachbarschaft von Xanten. Der Sohn aus dieser Ehe
erbte die Heiligkeit und deren Abzeichen, die Eberhaut.
- Nach erneuter Verlegung nach Nordfrankreich durch römische Militärbehörden
(etwa ab 415) machte sich der sarmatische Soldatenclan der Sicambrier zu
Herren der dort in Westflandern benachbarten germanischen Salier (unbekannt
wie und warum).
- In der turbulenten ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts kam es zu einer
weiteren heiligen Ehe eines Sicambrier-Fürsten mit einer
Erbin aus der Familie der Fischerkönige in Gallien, die
nach dem Volksglauben leibliche Nachkommen Jesu aus seiner Ehe mit Maria
Magdalena waren und weithin verehrt wurden.
- Diese Annahme ist die plausibelste Erklärung für die Heiligkeit
der Merowingerkönige, die über Jahrhunderte historisch nachweisbar
war.
- Nach der Taufe des Königs Chlodwig (um 500) als katholischer Christ
musste jede Erinnerung an die möglichen leiblichen Nachkommen Jesu
getilgt werden; dies dürfte Ursache für die bekannte völlige
Unklarheit über die direkten Vorfahren der historischen Merowingerkönige
sein.
- Auch andere wichtige Vorgänge der letzten 100 Jahre sollten verschwiegen
werden; die ersten historischen Berichte über die Franken
im Frühmittelalter wurden entsprechend zensiert.
- König Chlodwig nahm als erster bewusst den Titel rex Francorum
an; in diesem Zusammenhang wurde ein Spitzenahn Francus erfunden
und in die Ahnentafel (s. o.) eingefügt, angeblich 500 Jahre vor Chlodwig.